ON-CHAIN-ANALYSE ERKLÄRT: WAS DIE KENNZAHLEN VERRATEN
Erforschen Sie die Möglichkeiten und Grenzen von On-Chain-Metriken in der Kryptowelt.
Wichtige Kategorien von On-Chain-Daten sind:
- Transaktionsbasierte Metriken – Tägliches Transaktionsvolumen, Transaktionsgebühren, Mempool-Größe
- Adressenbasierte Metriken – Aktive Adressen, neue Adressen, Wallet-Guthaben
- Angebotsmetriken – Tage, an denen Coins vernichtet wurden, realisierte Marktkapitalisierung, HODL-Wellen
- Verhaltensmetriken – Zu- und Abflüsse an Börsen, Aktivität von Großinvestoren, Verhalten von Minern
Mithilfe von APIs und spezialisierten Tools wie Glassnode, CryptoQuant und IntoTheBlock aggregieren und synthetisieren On-Chain-Analyseplattformen Blockchain-Daten und stellen sie in Diagrammen dar. Kennzahlen und visuelle Dashboards für strategische Analysen.
3. Netzwerknutzung und -zustand
Kennzahlen wie Transaktionsvolumen, Anzahl aktiver Adressen und Gasgebühren auf Ethereum zeigen die organische Netzwerkauslastung an. Ein stetiger Anstieg dieser Zahlen deutet oft auf eine wachsende Akzeptanz, eine höhere Nachfrage nach Blockplatz oder ein steigendes Nutzerengagement hin.
4. Verhalten der Miner
Wallet-Guthaben, Hash-Rate und Mining-Einnahmen der Miner spiegeln die Anreizdynamik des Netzwerks wider. Wenn Miner beginnen, Coins abzustoßen, möglicherweise aufgrund von Marktstress oder geringerer Rentabilität, könnte dies ein negatives Signal sein. Umgekehrt wird das Horten von Coins durch Miner oft als Vertrauen in steigende Preise interpretiert.
5. Angebotsverteilung und Wal-Wallets
Die Analyse der Angebotskonzentration über verschiedene Wallet-Größen hinweg kann auf eine zentrale Kontrolle oder eine dezentrale Verteilung hinweisen. Insbesondere starke Anstiege der Wal-Wallets können, wenn sie mit geringer Marktaktivität einhergehen, positive Signale liefern.
6. Mempool-Analyse
Der Mempool aggregiert unbestätigte Transaktionen. Eine hohe Mempool-Auslastung bei steigenden Gebühren kann auf eine Spitzennachfrage in der Blockchain hindeuten, während ein sinkender Zustand auf eine geringere Nutzeraktivität oder eine niedrigere Nachfrage nach Netzwerkdiensten schließen lässt.
Diese Erkenntnisse garantieren zwar keine zukünftigen Kursbewegungen, verbessern aber das Situationsbewusstsein. Sie helfen, die Überzeugung hinter Kursanstiegen zu bestätigen oder vor zugrunde liegenden Verkaufsrisiken in Aufwärtstrends zu warnen.
3. Wallet-Identität und -Absicht
Blockchains sind pseudonym. Analysten können zwar das Wallet-Verhalten verfolgen, aber die Identität oder Absicht hinter den Transaktionen nicht eindeutig bestimmen. Diese Intransparenz führt zu Unklarheiten – handelte es sich bei der großen Transaktion um eine Kapitalerhöhung eines Großinvestors, eine außerbörsliche Handelsabwicklung oder um eine Neuausrichtung von Hot Wallets an einer Börse?
4. Motive hinter den Bewegungen
Transaktionen können eine Vielzahl von Gründen widerspiegeln, die nichts mit der Marktstimmung zu tun haben – Steuerstrukturierung, Sicherheitsmaßnahmen, Protokoll-Upgrades oder interne Fondskonsolidierungen. Die Interpretation dieser Bewegungen ohne Kontext kann zu falschen Annahmen führen.
5. Spoofing und Wash Trading
Obwohl Spoofing oder das Erzeugen gefälschter Transaktionsvolumina häufiger bei zentralisierten Börsen vorkommen, können sie dennoch On-Chain-Metriken verfälschen, insbesondere auf Blockchains mit niedrigen Transaktionskosten oder schwachen Erkennungsmechanismen.
6. Zeitliche Verzögerung
Die On-Chain-Analyse ist naturgemäß reaktiv. Metriken spiegeln Vergangenes wider, nicht Zukünftiges. Zwar gibt es Frühindikatoren (z. B. Börsenflüsse), doch die meisten Daten zeigen vergangenes Verhalten, was strategische Reaktionen in Echtzeit erschwert.
7. Kontextuelle Interpretation
Dieselbe Metrik kann je nach Phase des Marktzyklus unterschiedliche Bedeutungen haben. Beispielsweise könnte ein Anstieg der Miner-Abflüsse in einem Kontext bärisch, in einem anderen jedoch neutral sein, etwa wenn er mit einer Auszahlung für ein Protokoll-Upgrade oder einer geografischen Verlagerung von Mining-Aktivitäten zusammenfällt.Daher müssen On-Chain-Metriken, obwohl nützlich, in Verbindung mit Makrotrends, Stimmungsindikatoren und traditionellen Marktanalyseinstrumenten verwendet werden. Diskretion und Erfahrung sind bei der Interpretation von Blockchain-Daten weiterhin unerlässlich.